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Biographie

Manche werden meinen, Carlos Santana der Öffentlichkeit vorzustellen, hieße, die legendären Eulen nach Athen zu tragen. Denn der Mann, der vor 57 Jahren das Licht der Welt erblickte und vor über 30 Jahren die nach ihm benannte aufsehenerregende Band in San Francisco ins Leben rief, ist zumindest in der Rock-Szene so legendär wie die Athener Eulen in der Historiker-Szene.

Seitdem Carlos SANTANA zum ersten Mal auf der Bühne erschien, spürte sein Publikum die Magie seiner Musik. Bei jedem seiner Auftritte und auch auf seinen Alben gelingt es ihm, den Zuhörer persönlich anzusprechen. Er überschreitet musikalische Grenzen und erreicht sein Ziel, alle Menschen wie eine große Familie in der Musik zu vereinen.

Bei seinem Vater, einem ausgezeichneten Mariachi-Geiger, lernte SANTANA die Grundlagen der traditionellen Musik kennen. Doch bald schon war er sich darüber im Klaren, dass dieser Musik, obwohl er sich ihr stark verbunden fühlte, Grenzen gesetzt waren. Carlos wollte Songs komponieren wie die, die im Radio zu hören waren. Songs, die die Menschen zum Tanzen brachten.

Tijuana, 1955. Die angesagte Musik hieß Rock´n Roll. Carlos war mit seiner Familie von seiner ruhigen Heimatstadt Autlan in die brodelnde Grenzstadt gezogen und tauschte die Geige gegen die E-Gitarre ein. Seine Vorbilder hießen damals B.B. King, T-Bone Walker oder John Lee Hooker. Bald schon spielte er mit einer eigenen Band am belebten Tijuana Strip, wo sich Kneipen und Bordelle aneinanderreihten. Langsam entwickelte er einen eigenen Stil und verdiente genug Geld, um seine Familie zu unterstützen. Die Zukunft sah vielversprechend aus.

1960 zog Carlos SANTANAs Familie nach San Francisco und in der multikulturellen Athmosphäre der Westküstenmetropole fand Carlos schließlich den richtigen Nährboden, auf dem er seine einzigartige Gitarrentechnik perfektionieren konnte.

1966 ließ eine bis dato unbekannte Band die Musikszene San Franciscos aufhorchen: Die Santana Blues Band. Diese Combo erreichte eine unerwartete Popularität, die sie von der Bühne des Fillmore West bis zum Woodstock Festival führte. Seine Hingabe und seine kompromisslose Liebe zur Musik sollten Carlos in den folgenden 25 Jahren zu einem der beliebtesten Gitarristen weltweit machen.

Von seinem Debütalbum "Santana" über seine Solo-Projekte bis hin zur Gründung seines eigenen Labels, vertraute SANTANA immer auf seine persönliche musikalische Vision. Inzwischen kann er mit ZIG-millionenfach verkauften Alben und Konzerten, die von über 13 Millionen Menschen verfolgt wurden, auf eine unvergleichliche Karriere zurückblicken.

Aufgrund seiner langjährigen Freundschaft zu Santana nahm 1997 der damalige Arista-Boss Clive Davis den Künstler unter Vertrag - und der Rest ist Musikgeschichte. Denn "Supernatural", das Album, dass die beiden Freunde produzierten (Clive Davis arbeitete in der Zeit von "Samba Pa Ti", usw. bei Columbia Records, der damaligen Plattenfirma von Carlos), war nicht nur für die beiden, sondern auch für das Publikum die Überraschung und Musiksensation des Jahres 1999.

Denn, dass dieser Longplay-Hochkaräter weltweit mit über 24 Millonen verkauften CDs derart erfolgreich sein würde, das hatten weder die beiden, und schon gar nicht die eingefleischten Carlos-Jünger erwartet. Wochenlang beherrschte der Woodstock-Veteran mit dem "übernatürlichen" Album so gut wie in jedem Winkel der Welt die Chartlisten und die Singles "Smooth", "Maria Maria" und "Put Your Lights On" mit Everlast liefen weltweit in allen Pop- und Rock-Radiostationen.
Das "Gustostückerl" war aber dann die Grammy-Awards Gala: Santana und "Supernatural" heimsten insgesamt unglaubliche neun Grammies ein!

Erfreulicherweise empfindet Carlos Santana trotzdem keine musikalischen Zwänge: "Wenn ich ein berechnender Charakter gewesen wäre oder bin, hätte ich immer eine andere Art von Musik machen müssen. Doch ich habe seit jeher an meiner ureigenen Vision von Klang festgehalten und mir die Freiheit genommen, immer das zu tun, was ich mir musikalisch gerade vorstelle."

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